Liebe Besucher
Sie haben den ersten Punkt der Nordroute des GeschichtsPfades in Inden/Altdorf gefunden. Dieser Punkt ist Teil eines Projektes in allen Orten der Gemeinde Inden. Wenn Sie näheres dazu wissen möchtet, finden Sie alles weitere HIER
Der GeschichtsPfad in Inden/Altdorf besteht insgesamt aus 22 Punkten, die Sie in zwei Rundgängen erleben können. Näheres dazu finden Sie HIER
Unten finden Sie Infos zum Standort. Über die nachstehenden Symbole sind diese Informationen in verschiedene Sprachen übersetzt, ebenso in „Leichter Sprache“ und in Audioversion.
Katholische Gemeinde
Das Kirchspiel Geuenich
Die katholischen Pfarrgemeinden aus den Altorten Inden und Altdorf sind während der Umsiedlung mit dem Bau des neuen Kirchengebäudes in der neuen Pfarrgemeinde St. Clemens und St. Pankratius wieder vereint worden.
Sie hatten seit dem Mittelalter einen gemeinsamen Ursprung in der Pfarre St. Remigius im Weiler Geuenich.
Die Geuenicher Kirche war bis zur Auflösung der Pfarre im Jahr 1804 im Besitz des Kloster Wenau. Das Kirchenvermögen wurde eingezogen und das Inventar nach Inden geholt. 1824 wurde St. Remigius in Geuenich abgerissen.
Als die Kirchengemeinde Altdorf im Jahr 1806 selbständig wurde, kam es zum Streit um das Inventar von Geuenich, welches komplett in Inden verblieben war. Der Streit wurde erst 1817 durch den Landrat des Kreises Jülich endgültig entschieden.
Mehr zur Geschichte von Geuenich erfahren Sie bei Station S06 dieses Rundweges.
Die Kirchengemeinde Altdorf

In Altdorf wurde um das Jahr 1500 eine Kapelle gebaut, die vom Pastor aus Geuenich und dem Vikar von Inden verwaltet wurde. Bei einem Brand im Jahr 1749 wurde diese Kapelle jedoch mitsamt den Glocken zerstört. Die Kapelle wurde wieder aufgebaut und 1759 wurden zwei Glocken neu geweiht. Nach der Pfarrerhebung wurde die Kapelle bereits im Jahr 1825 vergrößert und 1833 wurde ein neues Pastorat gebaut. Im August 1856 kam es in Altdorf aufgrund der Sommerhitze zu mehreren Bränden und neben 24 Häusern brannten auch die Kirche und die Schule nieder. Von 1858–1864 wurde die Kirche neu errichtet. 1862 war die Glockenweihe der neuen Glocken und 1868 wurde die Kirche vom Aachener Bischof konsekriert (geweiht).
Im 1. Weltkrieg wurden die Glocken aus Altdorf beschlagnahmt, aber dank der Opferbereitschaft der Bevölkerung wurde bereits 1926 Ersatz beschafft.
Im 2. Weltkrieg wurden die Glocken zerstört und im Jahr 1959 wurden vier neue Glocken geweiht.
Am 28.12.1997 fand die letzte Messe in der Altdorfer Kirche statt, die schließlich im September 1999 abgerissen wurde.
Die Kirchengemeinde Inden

Die mittelalterliche Kirche in Inden verdankt ihre Existenz dem früher südlich daneben¬gelegenen Domhof, der im 12. Jh. im Besitz der Adelsfamilie von Randerath (Heinsberg) war. Der Graf von Randerath schenkte den Hof um 1220 dem Kölner Dom, der die dazugehörige Kapelle als Eigenkapelle nutzte. Die Kölner Kirche bewirtschaftete den Hof etwa 100 Jahre lang und errichtete anstelle der Hofkapelle eine Steinkirche.
Im 14.Jh. wurde die Hofkapelle zur Indener Kirche, obwohl die Pfarrkirche in Geuenich war. Um 1580 wurde sie umgebaut und vergrößert.
Im Jahr 1871 ist sie im Inneren völlig aus¬gebrannt und auch das Mauerwerk wurde beschädigt, sodass das Gebäude 1894 abge¬rissen wurde. Von 1894-1897 wurde die neue Kirche errichtet. Sie wurde bis zum Jahr 1904 wieder vollständig ausgestattet.
1997 wurde zum 100-jährigen Bestehen ein Festgottesdienst gefeiert, bei dem am Schluss zum letzten Mal alle Indener Glocken erklangen. Im Mai 1998 war der letzte Gottesdienst in der Indener Kirche. Der Abriss erfolgte schließlich am 28. Juni 2000.
Die Kirche in Inden/Altdorf
Bereits 1993 wurden die beiden Pfarren aus Inden und Altdorf zur Pfarrgemeinde St. Clemens und St. Pankratius in Inden/Altdorf zusammengeschlossen. Für den Kirchenneubau hatte man sich für ein integrales Gebäude entschieden, das neben dem Kirchenraum ein Jugendheim, zwei Wohnungen und eine Caritas-Pflegestation enthält. Im Juni 1996 erfolgte der erste Spatenstich, im August 1997 war das Richtfest und bereits am 27. September 1998 wurde die Kirche eingeweiht. Viele Stücke aus den alten Kirchen wurden hier beim Bau und beim Inventar wieder verwendet und haben so der Bevölkerung ein wenig Heimat¬gefühl aus den Altorten erhalten. Der Glockenturm beherbergt alle Glocken aus den beiden Altkirchen, wobei zwei der alten Glocken zu einer neuen ver¬schmolzen wurden, damit sie vom Ton in das Geläut passt. Die Glockenweihe der neuen Glocke war im Juni 1998.





