Liebe Besucher
Sie haben den sechsten Punkt der Nordroute des GeschichtsPfades in Inden/Altdorf gefunden. Dieser Punkt ist Teil eines Projektes in allen Orten der Gemeinde Inden. Wenn Sie näheres dazu wissen möchtet, finden Sie alles weitere HIER
Der GeschichtsPfad in Inden/Altdorf besteht insgesamt aus 22 Punkten, die Sie in zwei Rundgängen erleben können. Näheres dazu finden Sie HIER
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Anfänge der Braunkohlegewinnung im Westrevier
Carl Freiherr von Goltstein, geboren 1790 auf Gut Merödgen, dort gestorben 1868, beigesetzt auf dem evangelischen Friedhof Inden, amtierte von 1821 bis 1849 als Bürgermeister der Bürgermeisterei Pier. Die Amtsgeschäfte fanden in seiner Wohnung auf Gut Merödgen statt.
Carl Freiherr von Goltstein zu Frenz, Merödgen und Beeck, so sein vollständiger Name, kommt für die Geschichte unserer Gemeinde eine besondere Rolle zu. Er legte den Grundstein für den Braunkohleabbau im Westen des Rheinlandes.

Beim Graben eines Brunnens am Lucherberger Berg stießen seine Arbeiter 1819 auf Braunkohle. Daraufhin beantragte von Goltstein 1821 die Konzession für das Feld „Goltsteingrube“ südwestlich von Lucherberg.
Zwischen 1826 und 1867 wurde in der „Goltsteingrube“ über und unter Tage Braunkohle abgebaut.
Zwei bis vier Arbeiter stellten daraus „Klütten“ her. Das sind handgepresste, eimerartige Gebilde aus Braunkohle.
Der Erfolg der Unternehmung war bescheiden und so wurden die Klütten fast überwiegend für den Eigenverbrauch von Gut Merödgen und der dazugehörigen Ziegelei produziert.
Die ehemalige „Goltsteingrube“ wurde ab 1899 unter dem Namen „Tagebau Lucherberg 2“ bis zur Auskohlung fortgeführt.
Mit dem Bau der Brikettfabrik Lucherberg im Jahre 1895 erhielt die Kohleförderung in eine andere Dimension.
Die drei um Lucherberg herum gelegenen Tagebaue Lucherberg 1, 2 und 3, sowie die Gruben Konzendorf und Düren (heute Echtzer und Dürener Badesee) versorgten die Fabrik bis 1960 mit Braunkohle.
Durch die Braunkohlegewinnung im Tagebaubetrieb seit 1826 hat die Landschaft im hiesigen Raum ein gänzlich neues Gesicht erhalten. Dieser Prozess ist auch heute noch nicht beendet.

Im April 2006 fanden Mitglieder des Geschichtsvereins den hier wieder errichteten Grabstein des Carl Freiherr von Goltstein. Er bildete mit anderen Steinen zusammen einen Teil der Uferbefestigung des Altdorfer Mühlenteichs.
Auf dem KulturGeschichtsPfad Lucherberg können Sie der Brikettfabrik und den frühen Tagebauen ausführlich nachspüren.





