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Sie haben den ersten Punkt der Südroute des GeschichtsPfades in Inden/Altdorf gefunden. Dieser Punkt ist Teil eines Projektes in allen Orten der Gemeinde Inden. Wenn Sie näheres dazu wissen möchtet, finden Sie alles weitere HIER

Der GeschichtsPfad in Inden/Altdorf besteht insgesamt aus 22 Punkten, die Sie in zwei Rundgängen erleben können. Näheres dazu finden Sie HIER

Unten finden Sie Infos zum Standort. Über die nachstehenden Symbole sind diese Informationen in verschiedene Sprachen übersetzt, ebenso in „Leichter Sprache“ und in Audioversion.

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Grundlage eines Neuanfangs

Als 1958 der Tagebau Inden I aufgeschlossen und nach der Stundung (= be­fristete Betriebsstilllegung) von 1969 erst im Jahre 1981 wiederaufgenommen wurde, wussten die Indener, dass die Umsiedlung nun naht. Einige Bewohner konnten – aus welchen Gründen auch immer – mit der für 1989 geplanten Umsiedlung der Orte Inden, Altdorf und Pier nicht warten. Zudem ging der Tagebaubetreiber nach seinen Erfahrungen davon aus, dass 20–30% der Bevöl­kerung nicht im Heimatgebiet verbleibt. Diese Abwanderungsbewegungen galt es aufzufangen, um eine langfristige funktionsfähige Gemeinde erhalten zu können. Zügig wurde eine aktive Siedlungspolitik umgesetzt:

  1. Ein Gewerbe­gebiet an der Goltsteinstraße wurde ausgewiesen, in dem sich ein Autohaus, der erste Supermarkt (Diro-Markt) sowie ein Dachdecker aus dem Altort Inden ansiedelten.
  2. Zudem wurde schon 1981 der Bebauungsplan Nr. 18 „Berger Benden“, ein großes Wohngebiet mit 300 Baugrundstücken zwischen Wehebach und alter Kippe geplant. Der Bergbaubetreibende erwarb die Flächen und verkaufte die Baugrundstücke an die Bewohner aus Inden und Altdorf, auch wenn sie „faktisch“ noch nicht Umsiedler waren. Es sollte Teil von „Neu-Inden“ werden. Die Rahmenplanung von 1981 sah vor, dort 8.000 Einwohner anzu­siedeln. Es wurde – dem damaligen Zeitgeist entsprechend – als „Rundlinge“ von dem Stadtplanungsbüro Prof. Zimmermann aus Köln geplant. Auch der heutige Umsiedlungsstandort sollte ursprünglich in dieser Form umgesetzt werden.
Rahmenplan Gemeinde Inden Juni 1981 (Quelle: Entwicklungsgutachten Prof. Zimmermann 1981)

Die Rahmenplanung von 1981 sah vor, dort 8.000 Einwohner anzusiedeln. Es wurde – dem damaligen Zeitgeist entsprechend – als „Rundlinge“ von dem Stadtplanungsbüro Prof. Zimmermann aus Köln geplant. Auch der heutige Umsiedlungsstandort sollte ursprünglich als solches Gebilde umgesetzt werden.

Diese strategische Siedlungspolitik der Verwaltung war erfolgreich. 1986 erfolgte die Erschließung und der erste Bauherr aus Inden siedelte sich dort an. Das sehr verdichtete Wohngebiet – mit wenig Grünflächen – wurde angenommen. Ausschließlich Einfamilienhäuser entstanden. In den 90er Jahren wurden im Bereich der Eisenbahnstraße auch einige wenige Mehrfamilienhäuser gebaut.

1990 stellte der Bergbaubetreibende fest, dass eine aktive Störzone durch das Bebauungsgebiet verlief. Hierbei handelte es sich um eine geologische Verwerfung, die durch den Entzug des Grundwassers aus dem Tagebau (sogenannte Sümpfungsmaßnahmen) oberflächennah aktiv werden kann. Sie kann zu Bergschäden an den aufstehenden Gebäuden führen. Der Bebauungsplan auch der des Umsiedlungsstandortes wurde angepasst. Es entstanden entlang der Störzone die heutigen Grünzüge (z.B. auch der Park am Rathaus); sie dürfen nicht bebaut werden.

Bildmitte: Bebauungsplan 18 um 1985, neue Straßen sind angelegt und erste Häuser sind im Bau

Das Wohngebiet, das durch den Wehebach mit dem zukünftigen Umsiedlungsstandort, abgegrenzt war, wurde mit einer Brücke in Höhe des Gut Lützelers 1992 verbunden. Hier wurde der gemeinsame Festplatz, der Driesch, angelegt. Angrenzend wurde das Bürgerhaus von der Gemeinde gebaut. Das Bürgerhaus ist der Ersatz für die vielen Gaststätten in den Altorten, die nicht mehr wiedererrichtet wurden. Hier finden die Karnevalssitzungen, Ausstellungen und Vereinsabende statt. Ein Verbindungsweg besteht zu dem Restaurant mit Hotel, so dass der Inhaber das Bürgerhaus gastronomisch bedienen kann.
Südlich des Bebauungsplans 18 sollte der Umsiedlungsstandort Pier entstehen. Die Pierer Bevölkerung hat sich mehrheitlich im Zuge der Zeitversetzten Umsiedlung zu Inden und Altdorf für einen Umsiedlungsstandort bei Langerwehe-Jüngersdorf entschieden. Die Gemeinde Inden hat den Bewohnern von Pier, die in der Gemeinde verbleiben wollten, nicht nur in Schophoven-Rurerde, sondern auch zwischen Bebauungsplan 18 und Waagmühle, Bauflächen angeboten. Ca. 20% der Pierer haben sich in der Gemeinde Inden angesiedelt.

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