Bonsdorf Pesch Pommenich Verken und Vilvenich

Die Bonsdorfer Straße vor 1940
Links die Mauer des Bonsdorfer Friedhofes

Bonsdorf war früher ein eigener Ort. Er lag an der Bonsdorfer Straße, der Jakobstraße und bei Haus Pesch. Wahrscheinlich entstand der Ort rund um das Haus Pesch. Schon im Jahr 1306 wird Bonsdorf als eigene Kirchengemeinde St. Ursula erwähnt. Bis 1806 gehörte auch Oberkrauthausen auf der anderen Seite der Rur zu dieser Gemeinde. Die Besitzer von Haus Pesch durften den Pfarrer bestimmen. Im Jahr 1806 wurde die Kirchengemeinde Bonsdorf aufgelöst. Sie gehörte nun zu Pier.

Nachdem der letzte Pfarrer von Bonsdorf gestorben war, wurde die Kirche 1844 abgerissen. Auf dem Friedhof neben der Kirche wurden bis 1947 Menschen beerdigt. Im Jahr 1950 wurde der Friedhof geschlossen und 1970 endgültig aufgegeben.

Haus Pesch hatte das Recht, den Pfarrer der Kirchengemeinde St. Ursula in Bonsdorf zu bestimmen. Haus Pesch war früher ein großes Rittergut. Das Haus war von Wassergräben umgeben. Es wurde zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert gebaut.

Haus Pesch im Jahr 1995

Zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt. Nach dem Krieg wurde es einfacher wieder aufgebaut. Von 1908 bis zur Umsiedlung wurde dort Landwirtschaft betrieben. Das Haus gehörte einer privaten Familie.

Pommenich war ursprünglich ein kleiner, eigener Ort. Er wurde zum ersten Mal im Jahr 1374 erwähnt. Die Pommenicher Straße war die wichtigste Straße des Ortes. Dort lag auch der Sportplatz von Pier.

Haus Verken wird zum ersten Mal im Jahr 1131 erwähnt. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Familie von Vercken evangelisch (protestantisch). Dadurch wurde Haus Verken zu einem wichtigen Ort für die Ausbreitung des Protestantismus zwischen Düren und Jülich. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts hatten die Besitzer von Haus Verken große Schulden. Bis 1868 mussten deshalb viele Grundstücke verkauft werden. Die Hauptburg ging kaputt. Im Jahr 1913 kaufte ein Landwirt und Besitzer einer Ziegelei aus Pommenich das verfallene Anwesen.

Haus Verken, Tor zur Vorburg errichtet 1688

Zehn Jahre später wurde dort ein großes Wohnhaus gebaut. Es sah wie eine Villa aus. Die nur wenig reparierten Gebäude vor der Hauptburg wurden noch lange für die Landwirtschaft genutzt. Die Firma Swart hatte dort eine Gärtnerei und ein Gartencenter. Wegen der Umsiedlung musste die Firma ihren Betrieb schließen.

Kapelle Vilvenich im Jahr 2007

Vilvenich bestand nur aus einer Straße. Die Straße führte weiter zur Viehtrift und zu den Wiesen an der Rur. Es gibt keine alten schriftlichen Berichte darüber, wann die Kapelle St. Helena gebaut wurde. Die Kapelle stand auf dem Land, das zum Hof gehörte. Sie war mit dem Hof von einer Mauer umgeben.
Der frühere Zehnthof gehörte einmal einem Herzog. Seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts wurde er als Bauernhof genutzt. Das blieb bis zur Umsiedlung so.

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