Andenken an die alten Dörfer

In den letzten Jahrhunderten hatten die Menschen im Jülicher Land oft schwere Zeiten. Es gab Kriege, Armut, schlechte Ernten und schlimme Krankheiten. Viele Menschen fanden Halt und Trost in ihrem Glauben. Bei Bitt- und Hagelprozessionen gingen sie durch die Felder. Sie beteten um Schutz und um eine gute Ernte. So hofften sie, genug zu essen zu haben. Wegekreuze, Bildstöcke und Kapellen zeigen, wie wichtig der Glaube für die Menschen war. Sie erinnern auch an die Geschichte. Außerdem sind sie schöne Bauwerke. Handwerker mit viel Können haben sie geschaffen.

In Inden/Altdorf gibt es viele solcher Erinnerungsstücke. Sie stammen aus den früheren Dörfern Altdorf, Inden und Pier. Die Menschen mussten ihre Heimat wegen des Braunkohleabbaus verlassen. In ihrem neuen Zuhause stellten sie diese Erinnerungsstücke wieder auf. Manche brachten sie mit. Andere bauten sie aus Teilen der alten Gebäude neu auf.

Hier steht das „Aldenhovener Kreuz“ aus dem Jahr 1710. Früher stand dieses Kreuz an der Kreisstraße K19 von Altdorf nach Pattern. Die Menschen gingen bei Prozessionen daran vorbei. Sie beteten dort auch um Schutz vor Hagel.

Bildstock, Im Schlehental

An einer Straßenecke „Im Schlehental“ steht ein Bildstock. Er stammt aus dem Schlehental in Altdorf.

Am Lindenrondell bei der katholischen Kirche steht ein Kreuz aus dem Jahr 1708. Früher stand es an der Mauer der Kirche in Altdorf. Die Menschen gingen bei Prozessionen an diesem Kreuz vorbei.

Die vier Grabkreuze an der Mauer der katholischen Kirche standen früher ebenfalls an der Kirche in Inden. Das älteste Kreuz stammt aus dem Jahr 1686.

An der Ecke Indener Straße/Friedensstraße steht ein großes Kreuz aus dem 19. Jahrhundert. Es stand früher auf dem alten Friedhof an der Kirche in Inden. Mehr dazu steht bei der Station „S08 Erinnerung an Inden“.

An der Ecke Indener Straße/Pumpengasse steht ein Missionskreuz. Früher stand es am Ortsrand an der Landstraße L241 von Altdorf nach Inden.

Das „Steinerne Kreuz“ aus Inden stammt aus dem Jahr 1730. Es steht heute an der Straße „Am Wehebach“. Früher stand es als Hagelkreuz an der B56 zwischen Inden und Pattern.

Steinernes Kreuzaus Inden, Am Wehebach

Am Fußweg unterhalb der alten Kippe steht ein weiteres Missionskreuz. Es stand früher an der Landstraße L241 von Altdorf in Richtung Kirchberg.

Das „Bonsdorfer Kreuz“ steht bei der Station „S04 Bonsdorf-Pesch-Pommenich-Verken und Vilvenich“ am Ende der Bonsdorfer Straße. Es stammt vom früheren Friedhof von Bonsdorf in Pier.

Das Turmkreuz an der alten Kippe bei der Station „S03 Erinnerung an Pier“ erinnert an die Kirche St. Mariä Unbefleckte Empfängnis in Pier.

Eine Glocke der früheren Kirche in Pier steht an der Pierer Straße. Sie erinnert an das alte Pier. Mehr dazu steht bei der Station „S05 Umsiedlung Pier“.

Marienkapelle Uferstraße

An der Uferstraße steht außerdem eine Kapelle. Privatleute bauten sie selbst. Dafür verwendeten sie Material aus den abgerissenen Häusern in Inden und Altdorf. Auch die Gedächtniskapelle an der Gedenkstätte Geuenich wurde aus solchen Teilen gebaut. Sie steht bei der Station „S06 Geuenich“.

Denkmal für die gefallenen Fußballer aus Altdorf, Merödgener Straße

Die Gedenkstätte Geuenich erinnert an die Opfer der beiden Weltkriege. Auch ein Denkmal für gefallene Fußballspieler erinnert an die Kriegsopfer. Dieses Denkmal stammt aus Altdorf. Es wurde in der Nähe des Sportplatzes an der Merödgener Straße wieder aufgestellt.

In der Pumpengasse steht die alte Dorfpumpe aus der Brockengasse in Altdorf.

Das Bodenbild vor der katholischen Kirche an der Hauptstraße zeigt, wo wie die Orte Inden und Altdorf früher aussahen.

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