Liebe Besucher
Sie haben den vierten Punkt der Nordroute des GeschichtsPfades in Inden/Altdorf gefunden. Dieser Punkt ist Teil eines Projektes in allen Orten der Gemeinde Inden. Wenn Sie näheres dazu wissen möchtet, finden Sie alles weitere HIER
Der GeschichtsPfad in Inden/Altdorf besteht insgesamt aus 22 Punkten, die Sie in zwei Rundgängen erleben können. Näheres dazu finden Sie HIER
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Schienenwege
An der Stelle der heutigen Fußgängerbrücke führten einst drei Brücken über den Wehebach (1).

Das Foto zeigt diese Brücken mit Blickrichtung Wehebach aufwärts von der Lamersdorfer Seite aus gesehen.
Im Hintergrund sind die Widerlager der Brücke der Bundesbahn erkennbar.
Die Strecke der Bergisch – Märkischen Eisenbahn zwischen Mönchen¬gladbach über Jülich und Inden nach Eschweiler-Aue wurde am 1. Oktober 1873 in Betrieb genommen. Zwei Jahre später wurde Stolberg angebunden.Ab 1888 unterstand die Strecke der Preußischen Staatseisenbahn. Seitdem erhielten die Züge aus Mönchengladbach über Jülich, Inden, Eschweiler und Stolberg direkte Anschlüsse nach Aachen und Köln.
Von 1959 bis 1969 überspannte zusätzlich eine Bandstraße mit Abraum vom Tagebau Inden kommend alle drei Brücken.
Bis in die 1950er Jahre wurden Personen- und Güterzüge auf der Strecke mit Dampflokomotiven betrieben. Ab 1955 bis 1983 übernahmen die roten Schienenbusse den Personenverkehr. Am 30. Mai 1983 wurde der Reisezugverkehr zwischen Stolberg und Jülich eingestellt. Der Güterverkehr bis Frenz blieb erhalten, da dort bis heute das Anschlussgleis zum RWE-Kraftwerk abzweigt. Ab dem Haltepunkt Frenz in Richtung Jülich wurden die Gleise abgebaut.
Die mittlere Brücke, also die Vorgängerin der heutigen Fußgängerbrücke, diente der Grubenbahn als Anschluss zum Übergabebahnhof.

Im Mai 1921 nahm der Übergabebahnhof (2) den Betrieb auf. Dort wurden Züge mit Briketts und Rohkohle zusammengestellt und für den Bahntransport an das öffentliche Eisenbahnnetz übergeben. Dieser Bahnhof erstreckte sich von Ihrem Standort aus bis zum etwa 1000 Meter entfernten Haltepunkt Frenz.
Neben dem öffentlichen Gleis umfasste dieser Bahnhof mindestens drei Gleise der Gewerkschaft Düren, später der BIAG-Zukunft, und war an zwei Stellen mit der öffentlichen Strecke verbunden. Der schon seit 1900 bestehende direkte Anschluss der Brikettfabrik wurde als Nebenanschluss an den neuen Übergabebahnhof ange¬schlossen.
1956 endete die Kohleförderung im „Tagebau Düren“. 1960 wurde die Brikett-fabrik Lucherberg stillgelegt. Der Übergabebahnhof hatte damit seine Funktion verloren und wurde in den Folgejahren abgebaut, die Fläche verwilderte. Nur der breite, schnurgerade verlaufende Gehölzstreifen zwischen den beiden Fußwegen in Richtung Friedhof und weiter nach Frenz erinnert heute noch an diesen einst bedeutenden Bahnbetrieb. Die Leichenhalle am Friedhof Inden/Altdorf steht heute ziemlich genau in der Mitte des ehemaligen Übergabebahnhofes.
Rechts ist ein Rest der Brücke zu sehen über die der Weg von Lamersdorf aus in Richtung Felder und Verladeanlage führte.
Von 1959 bis 1969 überspannte zusätzlich eine Bandstraße mit Abraum vom Tagebau Inden kommend alle drei Brücken.






