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Sie haben den neunten Punkt und letzten der Nordroute des GeschichtsPfades in Inden/Altdorf gefunden. Dieser Punkt ist Teil eines Projektes in allen Orten der Gemeinde Inden. Wenn Sie näheres dazu wissen möchtet, finden Sie alles weitere HIER

Der GeschichtsPfad in Inden/Altdorf besteht insgesamt aus 22 Punkten, die Sie in zwei Rundgängen erleben können. Näheres dazu finden Sie HIER

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Bürgerhaus und Vereine

Das Bürgerhaus

In den Altorten gab es vor der Umsiedlung noch 7 Gaststätten mit Gaststuben und Vereinsräumen. Zwei hatten große Säle mit je 400 Personen-Plätzen und 3 Kegelbahnen. Dort wurde gefeiert, der Bauernball, Bürgerversammlungen abgehalten, Vereine trafen sich, probten oder es wurde sich auch nur „auf ein Bierchen“ nach Feierabend getroffen.

Gaststätte „Benediktiner“, Bahnhofstraße Inden um 1930

Einige Gastwirtschaften gab es schon über Generationen, das Treppchen in Inden mit seinem Ballsaal stammte noch aus dem 19. Jahrhundert. Die meisten waren im Nebenerwerb geführt, nur abends oder am Wochenende geöffnet. Keiner hat im Zuge der Umsiedlung eine Gastwirtschaft neugebaut. Die Familie Hagelüken, ein Cateringbetrieb aus Altdorf, wagte 1994 den Schritt, ein Restaurant mit Hotel zu errichten, den „Geuenicher Hof“, das heutige „Olympia“ (2026).

1994 beschloss der Gemeinderat, ein Bürgerhaus mit großem Saal für 400 Personen, Küche, Garderobe und weiteren Räumen zu errichten. Hier sollten sich die Vereine treffen, ihre jährlichen Veranstaltungen abhalten, aber es sollte auch für Bürgerversammlungen und Privatveranstaltungen nutzbar sein. Der Standort am Driesch neben dem Restaurant/Hotel bot sich an. Mit dem Restaurant einigte sich die Gemeinde auf den Bau umfangreicherer gemeinsamer Sanitäranlagen, einen gemeinsamen Durchgang und die Nutzung der Terrasse zum Driesch. 1997 wurde es fertiggestellt. Die Gemeinde Inden finanzierte den Bau u.a. auch über Städtebaufördermittel. Die Räume können angemietet werden.

Die Dorfvereine

Das Vereinsleben in den alten Dörfern Inden und Altdorf hat seinen Ursprung bereits im Mittelalter. Die ersten Vereinigungen waren wohl die Schützenbruderschaften, die sich seit jeher den Grundsätzen „Glaube, Sitte, Heimat“ verschrieben hatten und denen ursprünglich die Funktion einer Art Bürgerwehr zukam.

Aber auch Gemeinschaften wie die Sportvereine, die Gesangsvereine, Musikvereine und speziell hier im Rheinland die Karnevalsvereine und die Maigesellschaften, bereicherten das Dorfleben.

Mit dem umsiedlungsbedingten Zusammenschluss der Dörfer gab es auch für die Vereine die Notwendigkeit eines Zusammenschlusses, weil schlichtweg für den Erhalt zweier gleicher Vereine der Ort dann doch zu klein war. Eine der wenigen Ausnahmen hierbei bildeten die beiden Trommler- und Pfeiferkorps. Der Spielmannszug aus Altdorf wurde im Jahr 1923 gegründet und der Spielmannszug aus Inden im Jahr 1922. Nach der Umsiedlung existierten beide Vereine noch einige Jahre nebeneinander, bis auch sie sich schließlich 2010 zusammenschlossen.

Als Beispiel für die vielen Vereine sei hier in Kurzform die Geschichte der Schützenbruderschaften erwähnt. Die Historie der anderen Vereine können Sie durch Verwendung des QR-Codes in den Zusatzinfos entdecken.

Die Schützenbruderschaft Inden wird 1424 erstmals erwähnt, als der Ritter Daim von Bruch aus Geuenich eine Armenspende an die St. Anna-Bruderschaft in Inden stiftet. Die Bruderschaften aus Inden und Altdorf sind unter dem Namen St. Anna vereint. Im Jahr 1806 wird Altdorf zur Pfarre erhoben und seitdem führt die Indener Bruderschaft den Namen St. Sebastianus und die Altdorfer Bruderschaft den Namen St. Pankratius nach dem Pfarrpatron ihrer Kapelle.

Im zweiten Weltkrieg verliert die Altdorfer Schützenbruderschaft ihr Bruderschaftsbuch, zwei Fahnen und sämtliche Uniformen. Das Königssilber wird vergraben und kann gerettet werden. Am 22.02.1948 werden noch während des Aufbaus der Dörfer die ersten Statuten nach dem Krieg beschlossen.

Im Jahr 1947 findet das erste Patronatsfest mit Generalversammlung der Indener Schützenbruderschaft nach dem Krieg statt. Im Mai feiert man bereits das erste Schützenfest.

Schützenfest Inden/Altdorf

Aufgrund der nahenden Umsiedlung werden im Jahr 1990 erste Gespräche zwischen den Bruderschaften aus Inden und Altdorf zwecks Vereinigung geführt.

Am neuen Ort sollen sie unter dem neuen Namen „Schützenbruderschaft St. Sebastianus und St. Pankratius Inden/Altdorf 1424/33 e.V.“ aufgehen.

Am 28. Juni 1995 treten die Pankratius-Schützen aus Altdorf der Sebastianus-Bruderschaft aus Inden bei und vollenden damit den Zusammenschluss.

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